Häufig gestellte Fragen zur Emmett-Wirkungsmatrix

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Paola Stablum

Häufig gestellte Fragen zur Emmett-Wirkungsmatrix

Die Emmett-Wirkungsmatrix unterstützt mFUND-geförderte-Projekte darin, ihr Vorhaben an etablierten Wirkungskriterien auszurichten und über die gesamte Laufzeit systematisch zu evaluieren. Der zugehörige Leitfaden (PDF) erläutert grundlegende Ideen der Wirkungsforschung und führt in sieben Schritten in den Einsatz der Matrix ein. Zum Verständnis der Wirkungsmatrix und wie Sie mit ihr am besten arbeiten, finden Sie nachfolgend ausführliche Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Was ist die Emmett-Matrix?

Die Emmett-Matrix (Excel-Tabelle) bietet eine Methode für die systematische Selbstevaluation von Projekten. Sie berücksichtigt die strategischen Ziele des mFUND und die spezifischen Anforderungen datenbasierter Projekte. Das ermöglicht eine gewisse Standardisierung in der Beobachtung und Evaluierung der geförderten Projekte und erleichtert somit die Kommunikation sowohl mit den Geldgeber*innen als auch unter den Projekten.

Wofür brauche ich die Emmett-Matrix?

Für alle, die sich mit Innovationsprojekten beschäftigen, ist es wichtig zu erfahren, ob und wie die geleistete Arbeit sowie die Mühe und investierte Zeit zu einer Veränderung beigetragen haben. Ein klares Verständnis der Wirkung von Projekten zu haben, ist sehr nützlich, um klare Ziele zu setzen und diese nicht aus dem Fokus zu verlieren. Eine strukturierte Wirkungsevaluation ist außerdem auch ein starkes Management-Tool.

Die Emmett-Matrix ermöglicht, …

  • Erkenntnisse zu gewinnen
  • Kontrolle auszuüben
  • Transparenz zu schaffen
  • Legitimation der durchgeführten Maßnahmen

Zudem unterstützt die Emmett-Matrix Projektteams darin, Evaluationskriterien zu standardisieren, Erfahrungen auszutauschen und zu kommunizieren.

Warum ist eine Wirkungsevaluation sinnvoll?

Wenn Wirkungen evaluiert und die Ergebnisse veröffentlicht werden, können auch andere davon profitieren. Längerfristig ist es von erheblichem Nutzen, Erfahrungen aus mehreren Projektevaluationen zu sammeln, um darin Ursache-Wirkungs-Beziehungen zu untersuchen.

Projektevaluationen ermöglichen ein Verständnis für öffentliche Ausgaben, sie helfen dabei, zukünftige Planungen zu verbessern und an bestimmten Zielgruppen zu orientieren.

Für wen ist die Emmett-Matrix gedacht?

Die Emmett-Matrix ist für die im Förderprogramm mFUND des BMVI geförderten Projekte gedacht. Sie unterstützt einen adaptiven Managementansatz. Anhand der regelmäßigen Erhebung und Analyse von Daten können Projekte beziehungsweise die Projektleitungen verstehen, ob sie auf dem richtigen Weg sind – und gegebenenfalls Änderungen vornehmen. Unter Projektpartner*innen oder im Fall von Konsortien, bietet die Emmett-Matrix die Basis für ein gemeinsames Verständnis der Projektlogik und für die Aufgabenverteilung. Außerdem können alle Partner*innen das erworbene Wissen transparent, effizient und in Echtzeit untereinander teilen.

Wann fülle ich die Emmett-Matrix aus?

Die Wirkung wird schon in der Konzeptionsphase geplant. Ab dieser Phase kann man die Emmett-Matrix einsetzen. Die Matrix muss man dann noch nicht komplett ausfüllen, sie dient vielmehr als Leitfaden, um die Projektlogik zu entwickeln und zu prüfen. Zudem beschreibt man die Ausgangslage und die Projektvision und definiert die Zielgruppen. Die Emmett-Matrix hilft dabei zu erklären, wie man geplante Ergebnisse erreichen möchte. So macht man die Projektlogik nachvollziehbar. Das ist insbesondere wichtig, um einen überzeugenden Projektantrag zu entwickeln.

Mit dem Beginn der Maßnahmen plant man die Evaluation detaillierter. Dazu muss man ein Evaluationsdesign entwerfen, Indikatoren definieren und die Datengrundlage beschreiben, anhand derer man Veränderungen misst, die man durch die Projektmaßnahmen erreichen will. All dies unterstützt und dokumentiert die Emmett-Matrix.

Wie hoch ist der Arbeitsaufwand?

Idealerweise füllt man die Emmett-Matrix zum Auftakt der Projektmaßnahmen aus. Das erfordert einen gewissen Arbeitsaufwand, der sich aber auszahlt. Denn dann stärkt und erleichtert die Arbeit mit der Matrix das Koordinieren der Projektpartner*innen, das kontinuierliche Bericht erstatten und die gesamte interne und externe Kommunikation.

Die größte Herausforderung ist dabei häufig, Indikatoren zu entwickeln und Datenquellen auszuwählen, doch auch davon hängt der zukünftige Arbeitsaufwand mit der Matrix ab. Indikatoren sollten aussagekräftig sein und für jeden Indikator ist mindestens eine Datenquelle zu identifizieren. Die Datenquellen sollten qualitativ hochwertige Daten zur Verfügung stellen, aber leicht und regelmäßig zugänglich sein. Das erspart Zeit und schont das Budget.

Welche Informationen benötige ich, um die Emmett-Matrix auszufüllen?

Zwei Arten von Informationen sind für die Emmett-Matrix erforderlich:

  1. Informationen, die in dem Projektplanungsprozess entstehen und in der Regel in Projektanträge geschrieben werden. Dazu gehören die Beschreibung der Ausgangssituation, die Projektlogik, die Zielgruppen, die Aktivitäten und Leistungen des Projekts – und was damit verändert werden soll.
  2. Informationen, die nur bedingt in Projektanträgen angegeben werden. Beispielsweise Zielindikatoren, mit denen man festlegt, anhand welcher Daten man die Implementierung und Wirkung des Projekts beobachtet. Außerdem die Datenquellen, einen Datenerhebungsplan und die Zuständigkeiten der Teammitglieder oder Projektpartner*innen.

Diese Informationen werden am besten vor Beginn der Maßnahmen mit allen Projektpartner*innen zusammengetragen und festgelegt. Hierfür eignet sich beispielsweise das Kick-off Meeting.

Was geschieht, nachdem ich die Emmett-Matrix ausgefüllt habe?

Die Emmett-Matrix auszufüllen ist ein partizipativer Prozess, an dem alle Partner*innen beteiligt sein beziehungsweise dem alle zustimmen sollten. Sobald alle Angaben in der Matrix festgelegt und von allen angenommen wurden, setzt man sie dafür ein, das Projekt auf Management-Ebene zu kontrollieren: Alle Projektpartner*innen sollten sich daran orientieren, die festgelegten Daten erheben und darüber wie geplant berichten.

Informationen über die Output-Ebene (A bis D) sind laufend zu erheben. Damit schafft man ein Verständnis für den Projektfortschritt. Zudem erfährt man, ob alles gut läuft oder ob Nachbesserungen nötig sind, um die übergeordneten Projektziele zu erreichen.

Daten auf der Output-Ebene beziehungsweise auf der Zielgruppen-Ebene werden in längeren Abständen erhoben (Baseline Study – Interim Report – Final Report).

Um die Verhaltensänderungen am besten einschätzen zu können, sollte man diese zum Vergleich auch vor dem eigentlichen Projektstart erheben. Wenn es keine Baseline Study gibt und man Daten erst nach Abschluss des Projekts und nur für die Zielgruppe allein ohne Kontroll- oder Vergleichsgruppe erhebt, ist es fast unmöglich, die Wirkung des Projekts zu bestimmen. Daten zur Verhaltensänderung innerhalb der Zielgruppe sollte man nach der Intervention in jedem Fall erheben. Sofern man Verhaltensänderungen in der Zielgruppe beobachtet, sollte man sie auch erklären. Dafür sind Daten über die Hintergrundbedingungen des Projekts eine wertvolle Hilfe.

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