Entwicklung eines Verfahrens zur Erfassung innerer Strukturen und Zustände von Bestandsbauwerken und Implementierung in ein BIM-Modell

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Projektvolumen
83.010 Euro
Davon 60% Förderung durch das BMVI

Über SI-Modeling

FKZ: 19F2175A
Förderlinie 2

Für die Bestandsbewertung und die Planung von Instandsetzungsmaßnahmen bestehender Infrastrukturbauwerke wie Straßen- und Eisenbahnbrücken ist die Kenntnis über vorhandene Geometrien und Zustände eine wichtige Grundlage. Gerade für Bestandsbauwerke existieren meist wenige oder schlecht dokumentierte Informationen – häufig nur in Form unvollständiger bauzeitlicher Pläne. Die aktuellen inneren Strukturen und Zustände sind daher weitgehend unbekannt und müssen aufwändig erkundet werden. Dabei fällt eine Vielzahl heterogen strukturierter Daten an. Das Projekt SI-Modeling (Structural Information Modeling) entwickelt hierfür Lösungen.

Mit Hilfe des zu entwickelnden Verfahrens können Daten zu den inneren Strukturen und Zuständen von Bestandsbauwerken ermittelt und in ein 3D-Modell implementiert werden. Dadurch wird eine Präzisierung des digitalen Bauwerksmodells ermöglicht. Die inzwischen etablierte Methode des Building Information Modeling wird so durch die tatsächlich vorhandenen inneren Strukturen von Bestandsbauwerken erweitert. Die erhobenen Daten werden in hoher Qualität und einem einheitlichen Standard aufbereitet und sind dadurch reproduzierbar.

Im Rahmen des Projektes sollen Scans von Bohrkanälen durchgeführt werden. Dabei soll ein Bohrkanalscanner zum Einsatz kommen, wie er für spezielle geotechnische Untersuchungen verwendet wird. Aus den Abwicklungen werden anschließend 3D-Abbildungen sowie Draht- und Volumenkörper erzeugt und (teil-)automatisiert lagegetreu in ein BIM-Modell implementiert. Das Verfahren wird zunächst an Versuchskörpern mit bekannten Materialien (Naturstein, Mauerziegel, Beton) und definierten inneren Strukturen (Risse, Hohlräume) entwickelt und erprobt bevor es abschließend in einem Feldversuch an einem realen Bauwerk validiert wird.

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