Sichere Mikromobilität durch digitale Daten in der virtuellen Realität

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    Über Sichere_VR

    Jährlich verunglücken rund eintausend VRU (engl.: vulnerable road users, deutsch: vulnerable Verkehrsteilnehmer) im deutschen Straßenverkehr tödlich. Kooperative VRU Schutzsysteme versprechen die Unfallzahlen deutlich zu reduzieren. Ihre Entwicklung erfordert ein detailliertes Verständnis des Zusammenhangs zwischen Bewegungen von VRU und dem Unfallszenario. Klassisch werden VRU-Unfälle mit Simulationen oder Dummys untersucht. Beide Ansätze berücksichtigen nicht das Verhalten und die Reaktionen des VRU, da sich in ihnen kein realer VRU bewegt.

    Projektvolumen

    1.985.741

    BMDV-Förderung

    81 %

    Projektzeitraum

    -

    Förderkennzeichen

    19F1088A

    Bundesland

    Nordrhein-Westfalen

    Förderlinie

    2

    Beim Projekt „Sichere_VR“ soll eine neue Testmethodik aufgebaut werden, die es erstmalig ermöglicht, VRU-Unfälle realitätsnah für den VRU durchzuführen und zu vermessen. Dabei bewegt sich ein VRU an einer realen Straße und gleichzeitig innerhalb einer VR (Virtuellen Realität) in einem Unfallszenario. Die Positionen von VRU und seine Aktivitäten werden parallel über VR-Tracker (engl.: Ground Truth, deutsch: Wirklichkeitsdaten) und Smartphonesensorik aufgezeichnet. Das parallele Aufzeichnen der Daten ist ein wichtiger Baustein zur Optimierung von VRU-Schutzsystemen. Die gewonnenen Daten werden der mCLOUD zur Verfügung gestellt.

    Eine VR-Umgebung mit VRU-Unfallszenario wird implementiert und zur Überprüfung der Machbarkeit verwendet. Es sollen folgende Forschungsfragen geklärt werden: Sind die Daten der VR-Tracker für Messungen von VRU-Unfällen geeignet? Ist VR hinreichend „allgemein gültig“ für realitätsnahe Reaktionen bei VRU-Unfällen? Dafür wird gemessen, ob die zeitliche Verzögerung und die Ortsgenauigkeit zwischen VR und Ground Truth die notwendigen Werte einhält und ob ein Eintauchen in die VR (durch Fragebogen/ Reaktionen) auftritt.

    Verbundkoordinator

    FLAVIA IT-Management GmbH in Kassel

    Projektpartner

    ComTec, Universität Kassel

    Netzwerk

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