Datengetriebene Innovationen zum Anfassen bei der IAA Mobility in München

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DIESE VERANSTALTUNG HAT BEREITS STATT GEFUNDEN
Beschreibung

Roboter, die Hindernisse für Indoorkarten erfassen; Fahrradhelme, die mit Augmented Reality Kurierfahrer:innen unterstützen; eine Smartphone-App, die Bahnfahrende zum richtigen Gleis navigiert. Diese und weitere mFUND-Projekte sind während der IAA Mobility mit „Hands-On“-Präsentationen beim „Open Space“ im Münchener Stadtgebiet zu erleben.

mFUND-Projekte präsentieren ihre Entwicklungen

Mit speziellen Ausstellungs- und Erlebnisflächen jenseits des Messegeländes geht die IAA Mobility im Wortsinn neue Wege. An mehreren Standorten mitten in München ermöglicht sie den Besucher:innen sechs Tage lang – vom 07. bis 12. September –, neue Mobilitätstechnologien in Aktion zu erleben. Auf einem dieser „Open Space“-Areale präsentieren mehrere mFUND-Projekte ihre innovativen Mobilitätslösungen. Am dortigen Stand des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) an der Münchener Residenz im Kaiserhof erhalten Interessierte nicht nur ausführliche Informationen zu den jeweiligen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben. Vielmehr können sie die präsentierten Technologien auch direkt ausprobieren und sich mit den Akteur:innen aus den Projekten unmittelbar austauschen.

Den Indoor-Roboter über den Hindernisparcours steuern

So stellen Beteiligte des mFUND-Projekts IndoorRobot zwei Roboter vor, die mit Sensoren bestückt sind, um Daten für eine aktuelle digitale Karte von Innenräumen zu sammeln. Diese detaillierte 3D-Erfassung bildet die Grundlage für eine barrierefreie Indoor-Navigation. Die Besucher:innen haben die Möglichkeit, die Roboter über einen Parcours zu steuern. Sie erkennen dabei Hindernisse, die die Barrierefreiheit beeinträchtigen. Die Distanzen zu solchen Hürden überträgt die Software in Echtzeit in eine digitale Karte, die zugleich auf einem Monitor zu sehen ist. Des weiteren können die Besucher:innen die Indoor-Navigationsapp everGuide ausprobieren. Gemäß des Design4All-Prinzips können sie mit der Smartphone-App den akustischen Kompass ausprobieren und so erleben, wie blinde Personen anhand akustischer Signale durch ein Forschungsinstitut geleitet werden. [Vom 07. bis 09. September am mFUND-Messestand]

Der Indoor-Roboter speichert und überträgt die von ihm aufgezeichneten Daten zu den Gegebenheiten …
Der Indoor-Roboter speichert und überträgt die von ihm aufgezeichneten Daten zu den Gegebenheiten …
… , die dann für Navigationshinweise in der App eingesetzt werden.
… , die dann für Navigationshinweise in der App eingesetzt werden.
Die App navigiert beispielsweise Sehbehinderte in Gebäuden mittels akustischer Informationen zu ihrem Ziel.
Die App navigiert beispielsweise Sehbehinderte in Gebäuden mittels akustischer Informationen zu ihrem Ziel.
Mit Drohnen den Zustand von Bahnstrecken erfassen

Am mFUND-Stand ist auch das Vorführmodell einer Flugdrohne zu begutachten (ein sogenanntes „Mock-up“ in Originalgröße, ohne technische „Innereien“). Die Drohne nimmt entlang des Streckennetzes der Deutschen Bahn den Zustand der Vegetation sowie unwetterbedingte Schäden auf. Die automatisierten Überwachungsflüge sollen das Fachpersonal der Bahn dabei unterstützen, ihrer Verkehrssicherungspflicht für immerhin 34.000 Kilometer Schienen nachzukommen. Wie sie die erforderlichen Technologien und bildverarbeitenden Prozesse konzipieren und welche Erfahrungen sie mit einem funktionsfähigen Prototypen sammeln, zeigen die Beteiligten des mFUND-Projekts Freerail anhand eines Videos auf der IAA Mobility am mFUND-Messestand. [Am 07. September am mFUND-Messestand]

Diese Flugdrohne kommt für die vollautomatisierte Erfassung …
Diese Flugdrohne kommt für die vollautomatisierte Erfassung …
… des Zustands der Vegetationen entlang von Bahnstrecken zum Einsatz.
… des Zustands der Vegetationen entlang von Bahnstrecken zum Einsatz.
Die „Was-verkürzt-die-Wege-in-der-Stadt“-App spielen

Wie lange dauert es, um in einer bestimmten Stadt zu Fuß, per Rad oder mit dem Rollstuhl an einen Ort zu gelangen? Um diese Frage zu beantworten, entwickelte ein mFUND-Projektteam der TU München das Geo Open Accessability Tool (GOAT). Welche Baumaßnahmen dafür sorgen könnten, die Wegzeiten zu verkürzen – etwa Brücken oder neue Radwege –, können Nutzer:innen bei der IAA Mobility am mFUND-Stand spielerisch testen und erfahren. [Am 07. September am mFUND-Messestand]

Die Karte zeigt, welche Orte von einem Punkt der Stadt innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls zu erreichen sind.
Die Karte zeigt, welche Orte von einem Punkt der Stadt innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls zu erreichen sind.
Das Routen- und Auftragsmanagement für Lastenradtransporte verbessern

Immer mehr kommerzielle Transport- und Lieferdienste setzen für innerstädtische Bereiche auf Lastenräder. Für sie entwickelt das mFUND-Projekt SmartRadL ein intelligentes Routen- und Auftragsmanagement samt einer digitalen Tourenplanung, die auf die stadträumlichen und verkehrlichen Besonderheiten des Lastenradverkehrs zugeschnitten ist. Wie sie die Lastenradfahrer:innen unter anderem um hohe Bordsteine, vergatterte Engpässe oder zu enge Kurven herum navigieren, erläutern die Projektentwickler:innen anhand von Videosequenzen. [Am 08. September am mFUND-Messestand]

Die SmartRadl-App berücksichtigt für ihre Navigationshinweise die besonderen Anforderungen für Lastenradfahrten.
Die SmartRadl-App berücksichtigt für ihre Navigationshinweise die besonderen Anforderungen für Lastenradfahrten.
Per Hightech-Helm die Kurierfahrer:innen durch den Verkehr lotsen

Den verkehrsbezogenen Anforderungen für Lasten- und Kurierradfahrer:innen widmet sich das mFUND-Projekt SmartHelm, das einen intelligent vernetzten Fahrradhelm entwickelt, der als Fahrassistenzsystem dient. Er ist mit einer Augmented-Reality-Brille, multilingualer Sprachsteuerung, einem Eye-Tracking-Modul zur Erfassung von Blickbewegungsdaten sowie mit Elektroenzephalografie-Elektroden ausgestattet, um die Aufmerksamkeit der Fahrer:innen zu erfassen. Ein Exemplar des SmartHelm lässt sich am mFUND-Messestand begutachten. Zudem erläutern die Projektbeteiligten, wie sie mit diesem Fahrradhelm die Aufmerksamkeitssteuerung und die Belastung von Fahrradkurier:innen erforschen. [Am 08. September am mFUND-Messestand]

Der SmartHelm verfügt auch über elektrische Sensoren, um die Aufmerksamkeiten der Fahrer:innen während der Fahrt zu messen.
Der SmartHelm verfügt auch über elektrische Sensoren, um die Aufmerksamkeiten der Fahrer:innen während der Fahrt zu messen.
Für die Fahrassistenz im Verkehr erhalten SmartHelm-Träger:innen Informationen via Augmented Reality-Technologien eingeblendet.
Für die Fahrassistenz im Verkehr erhalten SmartHelm-Träger:innen Informationen via Augmented Reality-Technologien eingeblendet.
Die IAA heißt jetzt IAA Mobility – Neues Messekonzept mit drei Säulen

Die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) ist eine der größten und international bedeutendsten Fachmessen für Automobilhersteller:innen und ihre Zuliefer:innen. Bereits vor einigen Jahren hat sich die Messe im Rahmen der „New Mobility World“ für weitere Mobilitätsanbieter:innen geöffnet. In diesem Jahr heißt sie nun „IAA Mobility“ und steht unter dem inhaltlich noch offeneren Motto „What will move us next?“. Die Messe nimmt sowohl sämtliche Mobilitätsbereiche als auch deren Nachhaltigkeit sowie soziale Aspekte der Mobilität in den Blick. Um das Erleben von Mobilität und neuen Technologien einem breiten Publikum zu ermöglichen, findet die Messe zusätzlich an zahlreichen Orten in der Münchener Innenstadt statt.

Das Messegelände ist dezentral angelegt und steht sozusagen auf drei Säulen:

Der „Summit“ auf dem Messegelände ist für Marken- und Produktpräsentationen sowie Konferenzen, Panels und Podiumsdiskussionen gedacht. Dieser Bereich richtet sich insbesondere an das Fachpublikum aus Branchen-Expert:innen und Journalist:innen. Gleichwohl ist der Summit von Freitag, 10.09.2021, bis Sonntag, 12.09.2021, auch für andere interessierte Besucher:innen geöffnet.

Die bereits erwähnten „Open Space“-Areale finden sich außerhalb der Messehallen in der Münchener Innenstadt. Standorte sind: Königsplatz, Brienner Straße, Odeonsplatz, Hofgartenstraße, Residenzhöfe, Marstallplatz und Marienplatz. Diese Orte sind als Foren konzipiert, in denen ein breites Publikum innovative Mobilitätskonzepte und Technologien erleben und sich darüber informieren sowie austauschen kann. Die Foren sind am 07.09.2021 ab 14 Uhr und vom 08.09.2021 bis 12.09.2021 dann jeweils ab 10 Uhr und stets bis 20 Uhr geöffnet.

Als Verbindung zwischen „Open Space“-Arealen in der Innenstadt und Summit auf dem Messegelände gibt es mit der „Blue Lane“ eine 12 Kilometer lange Teststrecke, auf der zukunftsorientierte Mobilität wortwörtlich für jede:n erfahrbar wird (ein PDF-Flyer zur Blue Lane erklärt, wie und wo sich die Angebote nutzen lassen.) Neben einer Spur für Elektro-, Hybrid- und Wasserstofffahrzeuge bietet die „Blue Lane“ Schnellverbindungen der U-Bahn, autonom fahrende Shuttles und urbane Flugtaxis.

Im gesonderten Bereich der 1 Kilometer langen „Blue Lane Micromobility“ können die Besucher:innen Mikromobilitäts-Fahrzeuge, wie E-Scooter und E-Bikes, ausleihen und testen. Nahe der „Blue Lane Micro“ befindet sich auch der „Open Space Residenzhöfe“, in dem der mFUND-Messestand platziert ist, siehe Abbildung:

Nicht mehr nur Autos und Straße: Breiteres Publikum adressiert

Mit ihren Hauptthemen Digitalisierung und Konnektivität, Shared Mobility, Mobility-as-a-Service (MaaS), Urbanisierung, Fahrrad und Mikromobilität, Flugtaxis, emissionsarme Mobilität, Treibstoffe der Zukunft, Nachhaltigkeit und Verkehrssicherheit wendet sich die IAA Mobility bewusst an ein denkbar breites Publikum. Neben Interessengruppen, wie

  • Branchen-Expert:innen,
  • Auto-, Fahrrad- und Tech-Industrie, IT-Industrie,
  • Vertreter:innen der Verkehrsbetriebe,
  • Vertreter:innen der Logistik, Schifffahrts- und Bahnindustrie,
  • Start-ups im Bereich Mobilität,
  • Beratungsunternehmen,
  • Wissenschaft und Forschung und
  • Designer:innen

adressiert die Messe auch Journalist:innen und Bürger:innen.

Verkehrssicherheit, neue Mobilität, autonomes Fahren: Das BMVI auf der IAA Mobility 2021

Das BMVI beteiligt sich auf dem Messegelände am Summit mit einer Ausstellungsfläche von 300 Quadratmetern zum Thema Verkehrssicherheit. Zudem präsentiert der bereits genannte Stand im „Open Space“ – Leitthema: „Neue Bewegung. Neue Mobilität.“ – konkrete Anwendungsfälle, unter anderem zum autonomen Fahren. Weitere Möglichkeiten zum Erleben und Ausprobieren runden die Informations- und Begegnungsangebote des BMVI ab.

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